Mittwoch, 30. November 2016

Obsidian - Schattendunkel [Rezension]
Ich wusste, dass ich zurückweichen sollte. Das hier war eine ganz, ganz schlechte Idee. Doch ich war dazu nicht in der Lage.'' 






Autor: Jennifer L. Armentrout
Preis: 18,99€
Seitenanzahl: 397
Verlag: Carlsen
ISBN-10: 3551315191
ISBN-13: 978-3551315199
Teil einer Reihe?: Ja, Teil 1







Klappentext

Als die siebzehnjährige Katy Swartz vom sonnigen Florida ins graue West Virginia ziehen muss, ist sie alles andere als begeistert. In ihrem winzigen neuen Wohnort kommt sie in den ersten Tagen nicht einmal ins Internet, was für die leidenschaftliche Buchbloggerin eine Katastrophe ist. Nur mit Mühe lässt sie sich dazu überreden, bei ihren Nachbarn zu klingeln, um ‚neue Freunde’ zu finden. Und lernt so den atemberaubend gut aussehenden, aber bodenlos unfreundlichen Daemon Black kennen. Was Katy jedoch nicht weiß, ist, dass genau der Junge, dem sie von nun an am meisten aus dem Weg zu gehen versucht, ihr Schicksal bereits verändert hat...


Rezension

Die Story:
Katy und ihre Mutter wollen nach einem tragischen Schicksalsschlag noch mal neu anfangen. Katy fühlt sich alles andere als wohl dabei, versucht aber, das beste daraus zu machen. So lernt sie ihre Nachbarn kennen, die Zwillinge Dee und Daemon. Während Dee Katy mit offenen Armen empfängt, entpuppt sich Daemon als wahres Ekel. Doch irgendetwas an ihm reizt sie, und bald fühlt sie sich, trotz seines Verhaltens, zu ihm hingezogen. Aber hätte Katy gewusst, in was für Gefahr die beiden sie bringen würden, hätte sie wohl nie geklingelt... 

Erst hört sich die Story nach einer ganz normalen Liebesgeschichte an, doch dann passieren die ersten merkwürdigen Dinge und man wird stutzig. Irgendwann gibt es so eine gewaltige Wendung ins Paranormale, dass man verwirrt wird, denn wenn man das Buch das erste Mal in die Hand nimmt, gibt es darauf keinen Hinweis. Wenn man über den Schock hinweg gekommen ist, wird es ganz interessant. Sowas in der Art liest man nicht oft, es ist ein anderes Leseerlebnis. Leider gab es im ganzen Buch auffallend viele Parallelen zu anderen Buchreihen, sodass man schnell skeptisch wird. Zudem wurde Katy’s Buchblog vorher groß angepriesen, ist dann letztlich aber ziemlich kurz gekommen, was schade ist.


Die Charaktere:
Es wurde versucht, die Charaktere möglichst breitflächig auszuarbeiten, mal ist das weniger, mal mehr gelungen. Es gibt bei keinem Charakter eine sonderliche Wendung der Persönlichkeit, sie bleiben eigentlich alle so, wie sie es von Anfang an waren. Sie wirken alle sympathisch und ähneln sich gegenseitig nicht stark. Man lernt sie ganz nebenbei immer mal wieder etwas genauer kennen, blickt hinter Fassaden oder kommt in Genuss eines Ticks, was es interessant macht. Katy als Hauptprotagonistin ist nicht besonders. Sie möchte sich nicht mehr verstecken oder unterkriegen lassen, weshalb sie oft überstürzt handelt. Auch wenn ihre Handlungen in ihren Augen intelligent und mutig sind, bringt sie sich und ihr Umfeld damit meistens nur noch mehr in Gefahr. Das ist oft so vorhersehbar, dass man sie schütteln möchte, damit sie vielleicht zur Besinnung kommt. Trotzdem ist sie niedlich, wenn sie sich über Bücher auslässt und sympathisch, wenn sie über ihren Schatten springt, was ihre Naivität ein wenig runterspielen kann. Leider leugnet sie ihre Gefühle für Daemon sehr stark oder bemerkt sie erst gar nicht, wobei sie offensichtlicher nicht sein könnten.



Der Schreibstil:
Der erste Teil der Reihe wird aus der persönlichen Sicht von Katy erzählt. Ihre Gedanken und Ängste sind ein stetiger Teil der Geschichte, an manchen Stellen, an denen sie eigentlich auftauchen müssten, fehlen sie aber vollkommen. Der Schreibstil ist relativ jugendlich und umgänglich, aber nicht zu übertrieben.



Fazit

„Obsidian“ beinhaltet letztlich mehr Paranormales, als auf den ersten Blick vermutet wird. Dieses bietet viel Potenzial, weil es anders und neu ist, wird jedoch noch nicht hundertprozentig genutzt. Die Charaktere können durch mangelnde Vielschichtigkeit leider nicht auf voller Länge überzeugen.


Ich vergebe 3 von 5 Bücherwürmer.

Montag, 28. November 2016

Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie [Rezension]
Ich bin tot, aber ich kann nicht aufhören zu leben.'' 






Autor: Lauren Oliver
Preis: 8,99€
Seitenanzahl: 445
Verlag: Carlsen
ISBN-10: 3551312001
ISBN-13: 978-3551312006
Teil einer Reihe?: Nein







Klappentext

Was wäre, wenn heute dein letzter Tag wäre?

Was würdest du tun?
Wen würdest du küssen?
Und wie weit würdest du gehen, um dein Leben zu retten?

Samantha Kingston ist hübsch, beliebt, hat drei enge Freundinnen und den perfekten Freund. Der 12. Februar sollte eigentlich ein Tag werden wie jeder andere in ihrem Leben.
Stattdessen ist es ihr letzter...



Rezension

Die Story:
Samantha, genannt Sam, hat genau das, was man sich vom Leben erhofft. Es ist ihr letztes Schuljahr und sie und ihre Freundinnen sind die vier beliebtesten Schülerinnen der Highschool. Es ist Freitag, eine große heitere Party steht an, doch dann stirbt Sam, als das Auto ihrer Clique von der Fahrbahn abkommt.
Sie ist tot, aber sie wacht am nächsten Morgen wieder auf – und es Freitag. Immer wieder.
Sam versucht ihren Tod auf allen erdenklichen Maßnahmen zu verhindern und versteht dabei langsam, worauf es im Leben wirklich ankommt.

Es gibt nicht einen Moment, in dem man nicht an den Seiten klebt. Man sollte meinen, dass die Spannung irgendwann nachlassen sollte, immerhin erlebt man mit Sam immer wieder den gleichen Tag, doch das geschieht nicht. Jeder neue Freitag wird durch Sams Entscheidungen zu einem anderen Freitag und man weiß nie, wie dieser Tag ausgehen wird. Man erwartet eigentlich keinen großen Hintergrund hinter dem sich immer wiederholenden Tag, aber er ist da und er kommt so unerwartet in Stückchen ans Licht, dass einem immer wieder aufs Neue der Atem stockt.

Die Charaktere:
Sam ist eine unglaublich sympathische Protagonisten, obwohl sie definitiv kein perfekter Mensch ist. Aber wer ist das schon? Man fühlt mit ihr mit und lernt sie gut kennen, nicht nur die präsentable, beliebte Seite, die sie allem zeigt, sondern auch ihre Schwächen, Fehler und Ängste, die sie menschlich machen. Wirklich gerne begleitet man sie durch ihren ‚Alptraum’, wie sie ihn bezeichnet, und fiebert mit ihren neuen Entscheidungen mit, gespannt darauf, die Konsequenzen zu erfahren. Allgemein identifiziert man sich gerne mit ihr und schließt sie ins Herz.
Sam macht eine riesige charakteristische Veränderung durch; sie wird in gewissen Situationen ein ganz anderer Mensch, weil sie anfängt zu verstehen, was es bedeutet, zu leben, und doch, bleibt sie glaubwürdig und nicht übertrieben.

Allerdings sind auch alle anderen Charaktere wirklich tief ausgearbeitet. Man hat seinen ersten Eindruck aus den ersten Gesprächen, aber nach und nach wird dieser überarbeitet und das Bild im Kopf ändert sich noch einmal um hundertachtzig Grad, was es sehr interessant macht, weiterzulesen, denn man will alles erfahren und selbst verstehen können.

Der Schreibstil:
Man erlebt diese Geschichte aus Sams persönlicher Perspektive. Etwas anderes hätte hier fehl am Platz gewirkt, denn Sams Gedanken und Beweggründe sind ein großer Bestandteil dieses Buches. Vielleicht schließt man Sam ja deshalb so ins Herz, weil man den Einblick in ihre eigenen Gedanken erhält und sie versteht.
Sam erzählt ihre Geschichte; sie selbst spricht gelegentlich, in kursiver Schrift, den Leser direkt an und macht kleine Bemerkungen. Es kommt nicht gerade oft vor und ist deshalb auch nicht nervig, eher ein weiterer Spannungs-Catcher.



Fazit

„Wenn du stirbst, zieht den ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie“ ist ein bewegender und tiefgründiger Roman, mit einer überraschend tief gehenden Story, der sowohl der jungen Protagonistin als auch den Lesern begreiflich macht, worauf es im Leben ankommt. Eine klare Leseempfehlung.
Ich vergebe 5 von 5 Bücherwürmer.


Samstag, 26. November 2016

Noir [Rezension]
Er bestritt die Rätselhaftigkeit des Lebens nicht mehr. Sie machte die Rätselhaftigkeit des Todes weniger erschreckend.'' 






Autor: Jenny-Mai Nuyen
Preis: 9,99€
Seitenanzahl: 377
Verlag: Rowohlt Verlag
ISBN-10: 3499258587
ISBN-13: 978-3499258589
Teil einer Reihe?: Nein







Klappentext

Nino Sorokin ist dabei, als der Unfall geschieht. Seine Eltern sterben, ihm bleibt eine besondere Gabe: Er sieht den Tod eines jeden Menschen voraus. Auch seinen eigenen. Von nun an ist er besessen von der Frage, wie man das Schicksal überlisten kann. Er weiß, er wird nur 24 Jahre alt – und sein Geburtstag rückt immer näher. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Ninos Suche führt ihn zu einem geheimen Zirkel von Mentoren, die Seelen sammeln. Und er begeht den größten Frevel, den der Zirkel kennt: Er verliebt sich in eine der Seelenlosen. In die geheimnisvolle Noir, die bereits auf der Schwelle zum Jenseits steht...


Rezension

Die Story:
Nino hat die Suche nach einem Weg, sein Schicksal zu überlisten, schon fast aufgegeben, als er mit einigen Freunden in die Séance von Monsieur Samedi gerät. Als diese Erfolg hat, sind seine Freunde geradezu besessen davon, die Geisterwelt zu kontaktieren, doch ohne Nino scheint das unmöglich. Plötzlich werden viele Mentoren auf ihn aufmerksam, erkennen sein Talent und bieten ihm das Unmögliche an: Seinen unausweichlichen Tod zu umgehen. Doch er begegnet auch Noir und verliebt sich in sie, wobei dies das Letzte ist, was er tun sollte, wenn er leben möchte...

Die Story kommt nur sehr langsam in Schwung, wobei das Prolog sehr vielversprechend anfängt. Die kurzen Einblicke ins ‚Jetzt’ sind immer wieder ein Auslöser für Spannung und Neugier, trotzdem lässt die Handlung lange auf sich warten. Dafür geschieht in den letzten Kapiteln so viel auf einmal, dass man leicht überfordert wird.
Nuyen beschäftigt sich in ‚Noir’ viel mit der Grenze zwischen Leben und Tod. Sie hinterfragt den Sinn des Lebens oder Sterbens und regt den Leser immer wieder selbst zum Nachdenken an. Die Stimmung ist düster und bedrückt, selbst die Liebesgeschichte ist dunkel. Trotzdem, oder gerade deswegen, ist dieses Leseerlebnis sehr interessant.

Die Charaktere:
Fast alle Charaktere sind über zwanzig, haben schon viel vom Leben gesehen und handeln trotzdem immer mal wieder wie Teenager, was die Stimmung gelegentlich ein bisschen auflockert. Sie sind alle gut ausgebaut, manche werden mehr, andere weniger, eingebaut, je nach Belang der Figur.
Nino als Hauptprotagonist ist trotz seiner distanzierten und resignierten Art sehr sympathisch. Seine Gedanken sind interessant mitzuverfolgen, auch wenn sie gelegentlich so sehr abdriften, dass man den Faden verliert. Man versteht ihn und bewundert ihn auch gelegentlich für seinen Mut, seine Gabe stellt er nicht sonderlich in den Vordergrund, was ihn noch sympathischer macht. Er sieht sich als keinen Superhelden.

Der Schreibstil:
Wir erleben Ninos Geschichte aus der Sicht des allwissenden Erzählers. Immer wieder ist das Buch durch eine Seite im Design eines zerbrochenen Glases in Abschnitte geteilt und zu Beginn eines jeden, erzählt Nino aus dem sogenannten ‚Jetzt’. Am Anfang machen diese Wechsel nicht viel Sinn, nach und nach durchschaut man sie aber und gerade zum Anfang sind sie eine der wenigen Spannungslieferer.
Nuyen beschreibt Situationen sehr lebhaft. Das ist wirklich schön zu lesen, denn mit jedem neuen Satz wirkt die Szenerie noch lebendiger und greifbarer. Jedoch artet dies manchmal aus. Sie scheint sich immer wieder in Details zu verlieren und beim Lesen verliert man oft den Faden sowie das Interesse.



Fazit

Mit ‚Noir’ hat Jenny-Mai Nuyen einen Roman über Leben, Tod und die Grenze dazwischen, der zum Nachdenken anregt, erschaffen. Man stellt sich den Fragen und Hintergründen der Existenz und verliert sich in der paranormalen Welt. Was ist Leben; was ist Tod? Wer bestimmt darüber, wie lange ein Leben zu dauern hat? Und welchen Job tragen Schicksal und Seele dabei? Fragen werden sehr ausführlich gestellt, beschreiben und versucht zu beantworten, manchmal sogar zu ausführlich.
Die eigentliche Story gewinnt leider erst sehr spät an Fahrt und es passiert sehr viel auf einmal, was verwirrend wirkt.



Ich vergebe 3 von 5 Bücherwürmer.


Donnerstag, 24. November 2016

Bevor ich sterbe [Rezension]

Es nicht gerecht.''-,,Ich will leben, bevor ich sterbe. Nur das ergibt Sinn.'' 






Autor: Jenny Downham
Preis: 8,95€
Seitenanzahl: 316
Verlag: Goldmann Verlag
ISBN-10: 3442471060
ISBN-13: 978-3442471065
Teil einer Reihe?: Nein







Klappentext

Tessa, 16, hat Leukämie. Und es gibt keine Hoffnung mehr, denn nach vier Jahren hat sie den Kampf gegen den Krebs endgültig verloren.

Doch bevor sie stirbt, will die leben. Sie schreibt eine Liste an die Wand über ihrem Bett, mit den Dingen, die sie machen will, bevor sie stirbt. Mithilfe ihrer Freundin erlebt die viel, geht tanzen, macht sich schön – doch als Adam auftaucht, wird es noch schwieriger. Darf man sich verlieben, wenn man stirbt?



Rezension

Die Story:
Als die Ärzte Tessa mitteilen, dass keine Hoffnung mehr besteht und sie nicht mehr lange zu leben hat, begreift sie, was sie alles verpassen wird. Von diesem Moment an erstellt sie eine Liste mit irrwitzigen Dingen, die sie allein, oder mit Hilfe ihrer Freundin, erreichen will. Diese Liste ist Tessas neue Motivation, ihr Lebensmut.
Dann lernt sie Adam kennen und mit ihm das Gefühl von tiefer Zuneigung. Keiner von beiden möchte sich ineinander verlieben, doch es geschieht. Tessa plagen Gewissensbisse, denn ihre Zeit läuft weiterhin unaufhörlich ab.

Der rote Faden ist absehbar. Tessa arbeitet nach und nach die Punkte ihrer Liste ab, mit mehr oder weniger Erfolg. Was diese sind, erfährt der Leser immer erst, wenn Tessa mitten drin ist, also geht die Spannung nicht verloren. Man erlebt zusammen mit Tessa ihren Alltag, Transfusionen im Krankenhaus, Ausflüge mit Adam. Sie hat gute und schlechte Tage, ist mal mehr, mal weniger in der Verfassung etwas zu tun. Und doch hängt man an den Seiten, denn man möchte Tessa auf ihrem Weg begleiten.

Die Charaktere:
Man braucht eine gewisse Zeit um sich mit Tessa anzufreunden. Sie ist unberechenbar, voller Sarkasmus, schwarzem Humor und Eigenwillen. Oft schert sie sich nicht um ihre Mitmenschen und denkt an keine Konsequenzen, sie betont oft genug, dass ihr niemand mehr etwas kann. Doch sie ist auch mitfühlend und ehrlich, man kann ihre Denkweise verstehen. Die Krankheit zerrt an ihr und selbst als sie gegen den Krebs verloren hat bleibt sie stark.

Man erfährt nicht alles auf einmal, viele der Charaktere lernt man erst im Laufe des Buches richtig kennen, manchmal widersprechen sich die Beschreibungen auch ein bisschen. Letztendlich schließt man alle von ihnen ins Herz und versteht ihre Herangehensweisen, Unsicherheiten und Ansichten, auch wenn Tessa es nicht tut.

Der Schreibstil:
Tessa erzählt ihre Geschichte durchgehend aus ihrer Perspektive. Wie sie selbst, ist auch der Schreibstil sehr direkt, umgangssprachlich und abgehackt. Ich selbst brauchte ziemlich lange um richtig reinzufinden, als es dann aber geklappt hat, war es angenehm zu lesen.



Fazit

„Bevor ich sterbe“ ist eine herzzerreißende Geschichte über den Kampf eines starken Mädchens mit Zielen gegen den Krebs, obwohl letzterer schon gewonnen hat.
Als Leser braucht man durch den andersartigen Schreibstil und die Verschlossenheit sowie Eigenwilligkeit Tessas seine Zeit um sich in die Geschichte einzufinden.



Ich vergebe 4 von 5 Bücherwürmer.


Dienstag, 22. November 2016

Skin Deep - nichts geht tiefer als die erste Liebe [Rezension]

Hässliche Menschen haben keine Gefühle. Sie sind nicht wie alle anderen''-,,Sie sind ja keine echten Menschen''  






Autor: Laura Jarrett
Preis: 14,95€
Seitenanzahl: 349
Verlag: Dressler-Verlag
ISBN-10: 3791510339
ISBN-13: 978-3791510330
Teil einer Reihe?: Nein







Klappentext

Als Jenna zu der Teenagerclique ins Auto steigt, ahnt sie nicht, dass sich ihr Leben für immer verändern wird. Es kommt zu einem schrecklichen Unfall, ihre beste Freundin stirbt und Jenna erleidet schwere Verbrennungen im Gesicht. Nichts ist, wie es einmal war. Jenna kann ihr Spiegelbild selbst kaum ertragen und die Narben machen sie zu einer Außenseiterin. Doch dann taucht plötzlich Ryan auf. Ryan ist anders, er schaut Jenna an – direkt ins Gesicht. Aber die Ereignisse der Unfallnacht holen die beiden immer wieder ein. Und dann geschieht ein Mord...



Rezension

Die Story:
Nach dem Unfall ist Jenna ein gebrochener Mensch. Sie versteckt sich vor allem und jeden und sieht sich selbst als Monster. Jenna schottet sich von der Welt ab. Zumindest bis Ryan in die Stadt kommt und sie anschaut, als wäre sie ganz normal. Sie werden Freunde und Ryan schafft es, Jenna Stück für Stück zurück in die Welt zu bringen, er bringt ihr bei, sich selbst zu respektieren. Aus der Freundschaft möchte sich eine zarte Liebe entwickeln, doch dann passiert ein Mord und die Welt der beiden steht Kopf, denn plötzlich stehen sie im Zentrum der Ermittlungen...

Das hier ist keine gewöhnliche Liebesgeschichte, es ist viel mehr. Freundschaft, Liebe, Schicksalsschläge und Außergewöhnlichkeiten – es ist ein Buch voller Leben.
Die Liebesgeschichte ist zart, obwohl sie später im Zentrum steht. Jenna und Ryan führen eine seltene Freundschaft, beide sind anders, vielleicht ist es das, was sie so verbindet. Hier wirkt nichts übertrieben. Jenna ist psychisch einfach nich nicht soweit, eine intime Beziehung zu führen und Ryan respektiert das, bis auf ein paar anzügliche Bemerkungen, auch wirklich gut. Der Mord an sich rückt immer wieder in den Hintergrund, als wäre er nicht durchgehend von Belang. Und trotzdem bleibt es spannend, man möchte unbedingt wissen, ob es Jenna dank Ryan gelingt den Blicken standzuhalten.


Die Charaktere:
Jenna und Ryan wirken für ihr Alter schon sehr reif. Vermutlich wurde Jenna durch ihre Verletzungen überstürzt aus ihrer Kindheit gerissen, doch teilweise wirken beide zu erwachsen. Beide verändern sich durch ihre Freundschaft, aber besonders bei Jenna spürt man die Veränderung auf jeder Seite. Sie ist aber nicht zu vorschnell, sondern geschieht in nachvollziehbaren kleinen Schritten und man freut sich wie Ryan über jeden ihrer Erfolge mit. Auch die Nebencharakteren sind ausreichend ausgebaut, allerdings nicht so stark, wie die Protagonisten. Man lernt sie nicht alle so genau kennen und bei manchen mangelt es oft an Sympathie.

Der Schreibstil:
Kapitelweise wechseln sich Ryan und Jenna damit ab die Geschichte aus ihrer persönlichen Sicht zu erzählen. Man hat so ein breitflächiges Handlungsfeld und es kommt Spannung rein, da sich das Wesen und die Gedanken immer wieder vollkommen ändern, denn jetzt steht ja ein anderer Protagonist im Zentrum.
Den Schreibstil kann man mit dem Wort ‚liebevoll’ eigentlich ganz gut beschreiben, denn die Autorin legt einen großen Wert auf die Gefühle um Emotionen. So wird das Buch auf seine eigene Art interessant zu lesen.



Fazit

„Skin Deep“ ist ein wunderschönes Buch über das Schicksal. An der Seite von zwei Protagonisten kämpft man sich mit ihnen zurück ins Leben und lernt, dass man eigentlich nur sich selbst respektieren muss. Trotzdem war die Reife der Charaktere für ihr junges Alter ungläubig.

Ich vergebe 4 von 5 Bücherwürmer.


Sonntag, 20. November 2016

Dark Love –
Dich darf ich nicht lieben
[Rezension]

Mit aller Kraft zwinge ich mich, nicht zusammenzubrechen. Ich weiß, dass es für uns beide das Beste ist, diese Sache zu beenden. Weiterzumachen wäre einfach zu schwierig. Zu kompliziert, und zu falsch.''  






Autor: Estelle Maskame
Preis: 9,99€
Seitenanzahl: 445
Verlag: Heyne-Verlag
ISBN-10: 3453270630
ISBN-13: 978-3453270633
Teil einer Reihe?: Ja, Band 1







Klappentext

Wenn die erste Liebe verboten ist...

Einen ganzen Sommer soll die 16-jährige Eden bei ihrem nervigen Vater in Santa Monica verbringen. Trotz der Aussicht auf Strandpartys und eine coole Stadt rechnet sie mit dem Schlimmsten. Und es kommt noch ärger, denn ihr 17-jähriger Stiefbruder Tyler ist ein Bad Boy, wie er im Buche steht: aggressiv, abweisend, unverschämt. Doch seine smaragdgrünen Augen verraten, dass er auch verletzlich ist. Eden ist verwirrt – und fühlt sich bald unwiderstehlich zu ihm hingezogen. Auch Tyler scheint trotz seiner ruppigen Art von ihr fasziniert zu sein. Wenn sie in einem Raum sind, beginnt die Luft zwischen ihnen zu knistern.
Aber können sie jemals zusammenkommen?





Rezension

Die Story:
Nur um aus Portland zu fliehen, lässt sich Eden auf den achtwöchigen Sommerurlaub bei ihrem Vater, den sie eigentlich überhaupt nicht leiden kann, ein. Sie findet Freunde und amüsiert sich auf Partys, nur ihr Stiefbruder Tyler bleibt ein Dorn im Auge. Er scheint sie ohne Grund zu hassen, doch Eden lässt sich nicht abschrecken. Und bald schon gelingt es ihr, immer wieder kurz hinter die Fassade des Bad Boys zu sehen, und was sie dort findet, lässt ihr Herz höher schlagen.

Man geht mit gemischten Gefühlen an dieses Buch heran, denn der Einband lässt auf einige Klischees schließen. Letzendes wird man aber überrascht, denn die Story geht viel weiter als über diese hinaus. Man blickt nicht alles von Anfang an durch, sondern bekommt immer wieder kleine Häppchen der Vorgeschichte serviert, was die Spannung ungemein fördert und es schier unmöglich macht, auch nur daran zu denken, das Buch aus der Hand zu legen.
Die Entwicklung der Beziehungen zwischen den Protagonisten entwickeln sich sehr vorsichtig und wirken so auch glaubwürdig.

Die Charaktere:
...sind dann wohl der größte Teil des Klischees. Während Eden das schüchterne Mädchen ist, dass den Tequila nur mit Mühe runterbekommt, ist Tyler der totale Bad Boy, mit allem, was dazu gehört. Und doch haben beide eine interessante Vergangenheit, durch die man sie in einem anderen Licht sieht. Natürlich bleiben sie nicht durchgehend in ihrer Rolle, sondern probieren sich aus, öffnen sich oder machen überstürzt Dinge, bei denen die Konsequenzen schon aus kilometerweiter Entfernung absehbar sind. Man darf aber nie vergessen, dass es Teenager sind.
Alle Charaktere sind tief ausgearbeitet und mit kleinen Ticks oder Macken bestückt; die meisten von ihnen schließt man schnell ins Herz.

Der Schreibstil:
Das Buch wird aus von Eden aus der Ich-Perspektive erzählt. So lernt man sie selbst besser kennen, hört ihre Gefühle und Gedanken und erlebt die, für sie neue Situation, auch von ihrer Seite aus. An vielen Stellen wirkt die Gesichte durch winzige Kleinigkeiten lebendig und man denkt, man würde gerade selbst neben Eden durch Santa Monica joggen. Da es für sie eine Art Urlaub ist, wird besonders die Umgebung detailliert und ausführlich beschrieben und so kommt es zu einem fesselnden Mix aus Spannung, Urlaub, Witz und Gefühlen.



Fazit

„Dich darf ich nicht lieben“ ist ein spannender und vielversprechender Auftakt zur Dark Love-Trilogie. Besonders für den Sommer ist es eine interessante Liebesgeschichte, in der die Charaktere wirklich tiefgründig sind. Ein bisschen Klischee ist, vor allem am Anfang, vorhanden, jedoch ruiniert es nichts an der Story, sondern macht sie nur noch packender.

Ich vergebe 5 von 5 Bücherwürmer.


Freitag, 18. November 2016

  Achtung: Dies ist der dritte Teil der „Legend“-Reihe und enthält daher Spoiler zu Band 1 („Legend – Fallender Himmel“) und Band 2 („Legend – Schwelender Sturm“).

 

Legend - Berstende Sterne [Rezension]

Sag mir, ob es das Gute auf der Welt noch gibt. Sag mir, ob es noch Hoffnung für uns gibt.''






Autor: Marie Lu
Preis: 9,95€
Seitenanzahl: 442
Verlag: Loewe-Verlag
ISBN-10: 3785574924
ISBN-13: 978-3785574928
Teil einer Reihe?: Ja, Band 3







Klappentext

Wenn Liebe zur Legende wird

Frieden, der greifbar scheint. Freiheit und Gerechtigkeit, teuer erkämpft. Doch Gefahr lauert am Horizont. Erneut aufflammender Hass, dem eine große Liebe entgegen tritt. Dies ist die Geschichte von Day und June. Ihr Kampf gegen Unterdrückung und Gewalt wurde zur Legende. Doch kann ihre Liebe am Ende bestehen?





Rezension

Die Story:
Nach einem achtmonatigen Zeitsprung geht die Geschichte von Day und June weiter. Day ist in aggressiver Behandlung gegen seinen immer bösartiger werdenden Tumor und June vollkommen beschäftigt in ihrer Ausbildung zur Princeps. Sie leben ihr Leben getrennt voneinander weiter. Doch dann bricht in den Kolonien ein Virus der Republik aus und die Friedensverhandlungen entwickeln sich viel zu schnell zu einem neuen Krieg. Day und June finden wieder zusammen, doch June muss Day um etwas bitten, dass ihre Liebe zu zerstören droht...

Während in den vorigen Teilen immer das Chaos um die Republik im Vordergrund stand, ist es diesmal gleichwertig mit der Liebesgeschichte. Das Buch ist voller Emotionen, hauptsächlich Trauer und Verzweiflung, denn noch immer kann Day June nicht in die Augen blicken, ohne die Mörderin seiner Familie zu sehen. Und doch kommen die beiden nicht voneinander weg. Natürlich fehlt auch im Finale der Trilogie nicht die Spannung, man muss sich oft daran erinnern weiter zu atmen, so sehr fiebert man mit.,

Die Charaktere:
Die Charaktere machen allesamt noch einmal eine große Veränderung durch. Alle werden erwachsener, immerhin ist fast ein ganzes Jahr vergangen, das geht nicht spurlos an den Protagonisten vorbei. Besonders an Day tun sich viele ungeahnte Seiten auf, da er mit den Symptomen seines Tumors kämpfen muss. Kein Charakter bleibt so, wie wir ihn kennen.

Der Schreibstil:
Wie auch zuvor wechseln sich die Kapitel aus Days und Junes Sicht ab. Im dritten Teil wurde mehr mit Gefühlen gearbeitet als zuvor, das merkt man natürlich auch am Schreibstil. Man fliegt wieder einmal durch die Kapitel, von der Spannung gejagt und der Frage hinterher, was als nächstes passieren wird.





Fazit

Mit „Legend – berstende Sterne“ hat Marie Lu einen phänomenalen Abschluss der Dystopie erschaffen. Hier herrscht ein perfekter Mix aus Action und Gefühlen, bis hin zum emotionsreichen Ende, dass uns alle traurig zurücklässt, weil eine wunderbare Reihe ihren Abschluss gefunden hat.
Absolut lesenswert.


Ich vergebe 5 von 5 Bücherwürmer.


Mittwoch, 16. November 2016

  Achtung: Dies ist der zweite Teil der „Legend“-Reihe und enthält daher Spoiler zu Band 1 („Legend – Fallender Himmel“).

 

Legend - Schwelender Sturm [Rezension]

Ich liebe dich.'' – „Nein, tust du nicht.''







Autor: Marie Lu
Preis: 9,95€
Seitenanzahl: 443
Verlag: Loewe-Verlag
ISBN-10:
3785581599 
ISBN-13: 978-3785581599 
Teil einer Reihe?: Ja, Band 2






Klappentext

Wenn Liebe zur Legende wird

Ein Leben im Untergrund. Ein Kampf gegen Unterdrückung und Gewalt. Und eine Liebe, die dem Hass entgegentritt. Eine Liebe, die Freiheit und Gerechtigkeit verheißt. Dies ist die Geschichte von Day und June. Sie sind eine Legende und die Hoffnung der Republik.





Rezension

Die Story:
June hat mit der Rettung Days offensichtlich der Republik den Rücken gekehrt. Zusammen fliehen sie zu den Patrioten und hoffen von dort Unterstützung zu erhalten, welche sie tatsächlich auch bekommen. Doch es wird eine Gegenleistung erwartet: Day und June sollen den neuen Elektor, Anden, töten.
Während June versucht dessen Vertrauen zu gewinnen um ihn in einen Hinterhalt zu locken, lernt sie Anden genauer kennen und beginnt zu zweifeln. June und Days Meinungen spalten sich zwischen Republik und Kolonie, Elektor und Patrioten. Was ist richtig, was ist falsch?

Mehr Verschwörungen, mehr Action, mehr Atemstocker, mehr Gefühle. Alles, was es bereits im ersten Teil gab, kommt hier mit doppelter Power zurück. Die Spannung ist greifbar, die Wendungen unvorhersehbar, man selbst ist hin und hergerissen zwischen den Seiten des Krieges, unklar wer die besseren Gedanken führt.
Auch hier steht der Krieg wieder im Hauptaugenmerk, doch die Liebesgeschichte ist diesmal nicht nur eine nette Nebenstory, sondern ein fester Bestandteil der Story.

Die Charaktere:
Natürlich kommen neue Charaktere hinzu, ein paar ältere rücken mehr in den Hintergrund.
Marie Lu hat alles aus Day und June herausgeholt, was man sich wünschen könnte. Beide wirken nicht mehr so unbesiegbar; ihre Schwächen und Ängste sind spürbar greifbar und passend eingesetzt. Trotzdem wirkt niemand schwach, im Gegenteil, jedes einzelne Gefühl lässt sie stärker und lebendiger wirken.

Der Schreibstil:
Wieder wechseln sich die Kapitel zwischen Junes und Days Sicht ab, wobei es jetzt noch interessanter wirkt. Beide kämpfen an unterschiedlichen Posten in ihrem Auftrag, erfahren unterschiedliche Dinge und sehen den Krieg mit anderen Augen als ihr jeweiliges Gegenstück. Keine Sichtweise scheint falsch, man versteht beide Seiten der verschiedenen Gedanken sehr gut.


Fazit

Wo der erste Teil noch kleine Tücken aufwies, sind sie hier durch Spannung ersetzt und ausgebessert worden. Action, Drama, Gefühle und gelegentlich ein nüchterner Witz; „Legend – Schwelender Sturm“ überzeugt als gelungene Fortsetzung auf allen Gebieten.

Ich vergebe 5 von 5 Bücherwürmer.


Montag, 14. November 2016

Legend - Fallender Himmel [Rezension]

Früher haben mich Days Taten fasziniert. Jetzt ist er mein schlimmster Feind – mein Zielobjekt. Meine erste Mission.''







Autor: Marie Lu
Preis: 9,95€
Seitenanzahl: 364
Verlag: Loewe-Verlag
ISBN-10: 3785579403
ISBN-13: 978-3785579404
Teil einer Reihe?: Ja, Band 1








            


Klappentext

Wenn Liebe zur Legende wird

Eine Welt der Unterdrückung. Rachegefühle, die durch falsche Anschuldigungen genährt werden. Und ein grenzenlose Liebe, die dem Hass entgegentritt. Dies ist die Geschichte von Day und June. Getrennt sind sie erbitterte Gegner, aber gemeinsam sind sie eine Legende!





Rezension

Die Story:
Day ist der meist gesuchteste Verbrecher des Landes. Doch die Republik kann ihn nicht fassen. Zumindest nicht bis er bei einem Überfall auf ein Krankenhaus Metias tötet und somit den Zorn dessen Schwester June auf sich zieht. June, das Wunderkind, der Schatz des Militärs und sie will ihn mehr als jeder andere tot sehen. Undercover begibt sie sich in die Slums um ihn zu finden – und sie hat Glück. Doch Day ist ganz anders als erwartet und schon bald sieht auch sie die Republik mit anderen Augen...

Die Story startet rasant und lässt sich auch nicht mehr so schnell bremsen. Man hängt geradezu an den Seiten und kommt vor Spannung gar nicht mehr weg, auch, wenn einige Handlungen leider vorauszusehen sind.
Die Liebesgeschichte, um die es im ersten Blick geht, steht eigentlich mehr im Hintergrund, sie ist sogar etwas kurz geraten. Tatsächlich geht es um Intrigen und Verrat der Republik und dem Krieg mit den Patrioten. Immer tiefer wird man als Leser in die dunkelsten Machenschaften hineingezogen; Spannung ist garantiert.

Die Charaktere:
Die Charaktere sind unglaublich facettenreich. Man lernt sie richtig kennen, nicht nur ihren oberflächlicheren Charakter, sondern auch ihre tieferen Beweggründe, Ängste, Stärken, Schwächen und Ticks. Die Autorin hat sich viel Mühe gemacht diese liebevoll geschriebenen Protagonisten zum Leben zu erwecken, das merkt man und ihre Mühe macht sich definitiv bezahlt.

Der Schreibstil:
Die Kapitel wechseln sich zwischen Days und Junes Sicht aus der Ich-Perspektive ab, was ziemlich aufschlussreich ist, denn so hat der Leser die Möglichkeit die Republik und die Charaktere aus zwei verschiedenen Blickwinkeln betrachten zu können und sich anschließend seine eigene Meinung zu bilden.





Fazit

Ein unglaublicher Auftakt zu einer phänomenalen Dystopie voller Spannung, Gewalt und Liebe. Man versinkt schnell in der neuen Welt und taucht nur ungern wieder auf.
Trotzdem hat „Legend“ für mich einige Schwächen, die mich immer wieder ein wenig störten. Beispielsweise sind Day und June gerade einmal fünfzehn Jahre und heben sich schon so gewaltig von Republik und Militär ab, als könnten sie alles selbst beherrschen. Außerdem waren mir manche Handlungen zu offensichtlich und die Liebesgeschichte geriet stellenweise ziemlich kurz.
Trotzdem ändert nichts die Tatsache, dass „Legend“ eine wahnsinnige Story besitzt und unglaublich lesenswert ist.


Ich vergebe 4 von 5 Bücherwürmer.


Samstag, 12. November 2016

Erebos [Rezension]

Ich verschreibe mich den Verlockungen der Weltenflucht und stürze mich mit ganzem Herzen in die Unendlichkeit des Irrealen.''





Autor: Ursula Poznanski
Preis: 9,95€
Seitenanzahl: 486
Verlag: Loewe-Verlag
ISBN-10: 3785573618
ISBN-13: 978-3785573617
Teil einer Reihe?: Nein








            


Klappentext

Erebos ist ein Spiel.
Es beobachtet dich,
es spricht mit dir,
es belohnt dich,
es prüft dich,
es droht dir.

Erebos hat ein Ziel:
Es will töten.





Rezension

Die Story:
An Nicks Schule kursiert ein DVD-Rohling. Wer ihn bekommt, verändert sich. Die Betroffenen wirken müde ausgelaugt und ängstlich. Sie reden nicht über das Spiel, nur wenn sie es weitergeben, dann preisen sie es mit leuchtenden Augen in höchsten Tönen an. Als auch Nick schließlich Erebos in die Hände fällt, versinkt er schnell in der neuen Welt des Online-Rollenspiels. Er tötet Monster und erledigt Quests um schnell aufzusteigen, immer öfter muss er letztere auch in der realen Welt erledigen. Doch die Aufgaben werden schwieriger, böser und vor allem tödlicher und langsam beginnt Nick Erebos in Frage zu stellen...

Die Charaktere:
Es gibt unglaublich viele Charaktere, man kann schnell durcheinander kommen. Manchen begegnet man nur namentlich, andere, die wichtiger sind, lernt man kennen. Diese sind dann auch wirklich gut ausgebaut, sie haben charakterliche Tiefe und man kann sich in sie hineinversetzen.
Besonders Nicks Entwicklung ist ausgeprägt, aber nicht zu weit hergeholt.

Der Schreibstil:
Es gibt sowas wie einen Bruch im Schreibstil, zwischen der realen und der irrealen Welt. Nicks Leben im Präteritum erzählt, das seiner Spielfigur im Präsens; beides aus der Sicht des allwissenden Erzählers. So macht die Autorin noch einmal zusätzlich deutlich, dass das Spiel über allem steht.





Fazit

„Erebos“ hat Suchtpotenzial, genauso wie es das Spiel hat. Ein durchgehend spannender Jugendthriller, der bis zuletzt undurchschaubar bleibt und den Leser mit stockendem Atem verzaubert.


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